Sich anonym im Internet zu bewegen, ist nicht leicht. Man bleibt durch seine einmalig vergebene IP Adresse bis zum Telefonanschluss eindeutig zurückverfolgbar. Der Hintergrund dieser Verfolgbarkeit liegt im Aufbau des Internets. Die Pakete, die zwischen einem Server im Internet und dem Surfer, also dem Client, ausgetauscht werden, brauchen jeweils zwei Punkte, zwischen denen sie ausgetauscht werden können. In neuerer Zeit bekommt die Möglichkeit, anonym im Netz zu surfen erhöhte Relevanz, da Themen wie die geplante Vorratsdatenspeicherung die Privatsphäre des Bürgers erheblich beeinträchtigten und bestimmte, grundrechtliche verankerte Freiheiten bedrohen können. Anbieter von Proxy Diensten sehen sich einerseits der Mißbrauchsgefahr ausgesetzt, auf der anderen Seite schützen Sie natürlich auch die Privatsphäre vieler Individuen, die, etwa aufgrund von zu fürchtenden Repressalien oder der Zensur, anderweitig keinen freien Internetzugang nutzen können.
Eine Möglichkeit, eine gewisse Anonymität zu erreichen besteht darin, sogenannte Proxy Server zwischen den Server und den Surfer zu schalten. Der gesamte Verkehr zwischen diesen beiden Teilnehmern wird durch diesen Proxyserver geleitet. So bleibt der Surfer gegenüber der Webseite anonym, da diese nur Zugriffe des zwischengeschalteten Proxyservers registriert.
Diese Methode der Anonymisierung besteht bereits seit dem Start des Internets. Einer der ersten Dienste, die eine Webproxy Lösung angeboten haben, war AnonSurf. Hier bestand die einfache und kostenlose Möglichkeit, die gewünschte Adresse einer Webseite in ein Formular einzugeben und diese Webseite dann ebenfalls kostenlos anonym im Browser zu betrachten. In späteren Versionen von AnonSurf wurden auch weitere Möglichkeiten wie etwa keine Spuren zu hinterlassen (durch Löschen von Cookies, Cache und Verlauf) bis hin zu verschlüsselten SSL Verbindungen geboten. Über den folgenden Link können Sie sofort gratis anonym surfen:
Mit OkayFreedom kann man im Internet anonym und verschlüsselt surfen. Außerdem ermöglicht dieser VPN Dienst, dass man Videos auf Seiten wie hulu oder YouTube auch schauen kann, wenn diese für die IP Adressen bestimmter Länder gesperrt sind. Auf Wunsch schaltet sich OkayFreedom auch automatisch ein, wenn so eine Sperre erkannt wird. Weitere Empfehlungen und Tests zum anonymen Surfen haben wir hier.
Zu den Nutzern von AnonSurf gehören Millionen von Internetnutzern weltweit, die ihre Privatsphäre schützen möchten und in letzter Zeit auch häufig Zensur Maßnahmen oder den Einsatz von Webfiltern umgehen mussten, um das Recht auf freie Meinungsäußerung warhnehmen zu können. Zu weiteren Projekten von AnonSurf gehörten unter anderem noch AnonFox, ein portabler Firefox Browser mit erweiterten Sicherheitsfunktionen, WLAN Surf, AnonShield und das heute noch bestehende Projekt AnonMail, für gratis anonyme E-Mail Kommunikation.
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