Es gibt generell vier verschiedene Arten von Proxy Servern. Der nachfolgende Artikel soll Ihnen helfen, ein grundlegendes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Sie Ihre Identität durch anonymes Surfen im Internet schützen können. Die technologischen Grundlagen werden dabei bewusst nur angeschnitten, um Ihnen die relevanten Informationen schnell zu vermitteln.
Squid ist eigentlich eher ein Cache denn ein anonymer Proxy, dennoch ist er weit verbreitet und ermöglicht die Einstellung bestimmter Parameter im Browser, um den Netzverkehr umzuleiten und die Informationen in anonymisierter Form bereitzustellen. Der ursprüngliche Gedanke des Squid lag darin, das Surfen im Internet in Zeiten schmaler Bandbreiten (Modemverbindungen) zu optimieren, in dem häufig angeforderte Daten vorgehalten wurden und so auf direkter Verbindung zum Anfordernden schneller ausgeliefert werden konnten. Um einen Squid Proxy oder Squid Cache einzurichten brauchen Sie in der Regel gute Kenntnisse in der Einrichtung von Software und außerdem einen Webserver, den Sie auf sehr hoher Ebene konfigurieren können.
Diese Form des anonymen Surfens ist sehr beliebt, da Sie ohne Installation auskommt und für gewöhnlich einfach im Browser benutzt werden kann. Egal ob Internet Explorer, Firefox oder Safari, es muss nichts installiert und gelernt werden. Der Webserver, auf dem ein Webproxy läuft nutzt in der Regel die Scriptsprachen Perl oder PHP, um die angeforderten Seiten intern anzufordern und nach außen hin wieder an den anfordernden Surfer auszugeben. Dies machte in der Vergangenheit insbesondere bei Perl basierten Scripten Probleme, da das Seitendesign mit Zunahme von komplizierteren Gestaltungstechniken oftmals zerschossen wurde. Auch fortgeschrittenere Techniken wie AJAX, Javascript und dergleichen stellen Webproxys vor Probleme. Die Geschwindigkeit eines Webproxies wird auch maßgeblich von der verwendeten Hardware und Performance der Architektur beeinflusst. Viele kleine Anbieter von Webproxy Diensten zum anonymen Surfen im Netz benutzen global eigentlich nur zwei weit verbreitete Distributionen, CGIProxy oder einen in PHP geschriebenen Proxy. Webproxy Server sollten zusätzlich eine verschlüsselte SSL Verbindung anbieten, um maximalen Schutz zu gewährleisten. Wir bieten eine gute Übersicht über Webproxys zum kostenlosen anonymen surfen.
Von allen hier vorgestellten Methoden ist der SOCKS Proxy die mit Sicherheit flexibelste Methode, eine überbrückte Verbindung aufzubauen. Da sie auf direkter Protokollebene aufsetzen ermöglichen sie zahlreichen nicht auf HTTP basierenden Anwendungen, Proxyverbindungen zu nutzen. SOCKS wurde vor allem in Zeiten des IRC Chats bekannt, wird aber auch heute noch von zahlreichen Programmen wie etwa Messengern oder FTP Clients verwendet. Der Standardport ist 1080 und es finden sich im Internet zahlreiche Listen von offenen SOCKS Proxy Servern, die meist aus Konfigurationsfehlern der Administratoren offen nutzbar sind.
Die letzte Gruppe bilden spezialisierte, meist auf OpenSource basierende Projekte wie etwa TOR, JAP, Freenet oder vergleichbare, die zum Zwecke des Verschleierns der Surfaktivitäten des Benutzers entwickelt wurden. Diesen Projekten liegen unterschiedliche Konzepte zugrunde, Unterschiede gibt es hier sowohl im Grad der Anonymität als auch in den verwendeten Techniken. Gerade TOR hat in letzter Zeit immer wieder durch von Regierungen oder Hackern betriebene Exitnodes auf sich aufmerksam gemacht, die ein großes Sicherheitsproblem darstellen.